Startseite | sidemap | Kontakt | Impressum | Haftungsausschluss | Von A-Z | Download und Links

Sanierung der Sandlofser Kirche

Sanierung der Kirche geht weiter

Im Mai 2013 wurde das Turmgerüst gestellt

Im September 2012 wurden die Sanierungsarbeiten an der Sandlofser Kirche unterbrochen. Eine genauere Untersuchung der vorhanden Schäden war notwendig geworden.

Die Wintermonate haben wir aber nicht nutzlos verstreichen lassen. Architekt Erich Lachmann hat die weiteren Schritte zur Sanierung geplant. Die Arbeiten wurden ausgeschrieben. Für die acht unterschiedlichen Gewerke wurden 45 Firmen um Angebote im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung gebeten. Am Freitag, den 1. März wurden die eingegangenen Angebote im Beisein von Kirchenvorsteher Hans-Jürgen Wahl, dem Ehepaar Lachmann und Pfarrer Bouvain eröffnet. Bei einer beschränkten Ausschreibung ist der Auftraggeber, in diesem Fall die Kirchengemeinde, verpflichtet, das günstigste Angebot anzunehmen. Für die nun beginnenden Sanierungsarbeiten erhielten folgende Firmen die Zuschläge:

Gerüstbauarbeiten: Heinrich Hedrich, Bernshausen; Dachdeckerarbeiten: Björn Hedrich, Bernshausen; Eingangstür: Firma Barth, Bernshausen; Innen– und Außenputz: Firma Heßler u. Kraft, Schlitz; Blitzschutzanlage: Firma Jahn, Nüst; Reparatur der Holzschindeln: Firma Hansel, Engelrod; Zimmerarbeiten: Firma Hartmann, Wallenrod; Freiflächengestaltung: Firma Karn, Schlitz. (PB)

Vor zehn Jahren Schäden festgestellt

Architekte Lachmann und Kirchenvorsteher Wahl

Vor zehn Jahren, am 24. Oktober 2002 wurden bei einer Begehung, die von der damals zuständigen Baubeauftragten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau veranlasst wurde, an der Kirche in Sandlofs erhebliche Feuchtigkeitsschäden festgestellt. Die Sockelzone des Kirchenschiffes und besonders des Chorraumes war bis zu einer Höhe von 1,50 m durchfeuchtet. Der Putz innen und außen blätterte ab.
Es dauerte drei Jahre, bis aus dieser Feststellung erste Maßnahmen erwuchsen. Im Dezember 2005 wurde eine Firma beauftragt, im Chorraum den Putz bis unter die wahrscheinlich mittelalterlichen Gemälde abzuschlagen. Mit dieser Maßnahme sollte verhindert werden, dass die Malereien durch die Feuchtigkeit angegriffen werden. Drei Monate später wurde dieser Auftrag ausgeführt. Danach geschah nichts mehr.
Pfarrer Jürgen Füg verließ im August 2007 die Pfarrei Hutzdorf. Hutzdorf wurde zum 1. Januar 2008 eine halbe Pfarrstelle und an Schlitz angehängt. Fraurombach kam zur Pfarrei Hartershausen und Sandlofs zur Pfarrei Queck.
Obwohl nun für die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden in der Pfarrei Queck sehr vieles neu zu regeln war und außerdem neue Kirchenvorstände zu wählen waren, fassten die Kirchenvorstände zusammen mit Pfarrer Bouvain sehr schnell die Sanierung der Kirche wieder ins Auge. Der erste Schritt war eine Klimamessung in der Kirche, die über ein halbes Jahr hinweg von einer Spezialfirma durchgeführt wurde. Die Messung gab Auskunft über die Feuchte– und Salzbelastung der Umfassungswände und war notwenig, um die nächsten Schritte zu planen.
Das Architekturbüro Sichau & Walter plante dann noch die Ausschreibung des ersten Bauabschnittes, legte aber am 28. Februar 2012 den Auftrag zur Sanierung der Kirche überraschend nieder. Pfarrer Bouvain nahm sofort mit dem Architekten Erich Lachmann in Rimbach Kontakt auf, mit dem man in der Pfarrei Queck sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Herr Lachmann erklärte sich trotz großer anderer Projekte bereit, die Sanierung der Kirche in Sandlofs zu betreuen.
Die für den ersten Bauabschnitt notwendigen Vorarbeiten wurden schnell erledigt und die Erdarbeiten ausgeschrieben. Nach der Angebotseröffnung am 22. Juni begannen die Arbeiten zügig. Ziel der ersten sichtbaren Maßnahmen ist es, das in die Kirche eindringende Wasser fernzuhalten. Dazu wurden die Fundamente freigelegt, mit einem Spezialmörtel verputzt und eine neue Dränage gelegt. Da besonders im Turmbereich die Erdanschüttung außerhalb der Kirche viel höher war als der Fußboden im Innern, wurde so viel Erde wie möglich abgetragen, um das Eindringen von Feuchtigkeit in den Chorraum zu unterbinden.