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Gemeindefest 2017

Regenschauer als erfrischende Abkühlung

41. Kindergottesdienst- und Gemeindefest am 25. Juni in Queck war wieder Besuchermagnet

Zum 41. Mal hatte die Pfarrei Queck am vergangenen Sonntag zum traditionellen Kindergottesdienst- und Gemeindefest eingeladen. Das Fest wurde wieder zu einem sehr gut besuchten Treffen der Gemeindeglieder.

Als am Sonntagvormittag Kirchenvorstandsmitglieder und Konfirmanden die Tische und Bänke für etwa 250 Besucher im Pfarrgarten aufbauten, ging der Blick immer wieder besorgt zum Himmel. Wird das Wetter halten oder müssen wir Plan B verfolgen und die Bestuhlung in der Quecker Kulturscheune vornehmen? Die Entscheidung fiel für den Pfarrgarten, denn die Prognosen der unterschiedlichen Wetter-Apps verhießen nur 30 Prozent Regenwahrscheinlichkeit. Warum also sollte es ausgerechnet in Queck regnen? So wurde der Pfarrgarten hergerichtet und die Veranstalter erwarteten getrost den Beginn des Festes.

Das Fest begann mit einem Familiengottesdienst in der Quecker Kirche um 13.00 Uhr. Die Kindergottesdienstlinder hatten an den beiden vorhergehenden Sonntag zum Thema „Martin Luther“ gearbeitet. Dieses Thema sollte auch den Familiengottesdienst und das anschließende Fest rund um die Kirche bestimmen. Die Kinder luden die Gemeinde ein zu Beginn des Gottesdienstes zu singen: „Einen guten Morgen wünschen wir dir und mir und allen, die gekommen sind.“ Im Gottesdienst zeigte Pfarrer Bouvain dann einige Gegenstände, die an den vergangenen Sonntagen vorkamen und mit dem Leben Martin Luthers zu tun hatten. Mit diesen Gegenständen könnte eine Ausstellung zum Leben Martin Luthers veranstaltet werden. Die Kinder erinnerten sich: Ein Blatt mit den 95 Thesen Luthers und ein Hammer, um die Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg zu schlagen. Pfarrer Bouvain zeigte dann einen Sack, der an die Entführung Martin Luthers im Glasbachgrund erinnerte. Luther wurde ein Sack übergestülpt und dann wurde er auf die Wartburg verschleppt. Eine alte schwere Bibel gehörte zur Ausstellung, die von Philipp aus dem Kindergottesdienst getragen werden konnte. Dann wurden noch eine Gänsefeder gezeigt, denn die Kinder hatten an einem Sonntag mit Feder und Tinte Wörter aus den Ursprachen der Bibel (Hebräisch und Griechisch) geschrieben. Als der Pfarrer schließlich Holzschuhe zeigte und fragte, ob diese auch zur Ausstellung gehören könnten, verneinten die Kinder dies. Aber ein Stück Kreide sollte dazugehören, denn auf der Wartburg hatte Luther mit Kreide auf den Tisch geschrieben „baptizatus sum – ich bin getauft“.

Nach einem Beitrag des Kirchenchores Ober-Wegfurth nahm der Pfarrer diese Aussagen in einer Geschichte von dem kleinen Jungen Sven auf, die in unseren Tagen im Kindergarten spielte. Sven entdeckte, dass die Aussage „Ich bin getauft!“ ganz wichtig für uns Menschen ist. Uns wird damit zugesagt: „Ich bin Gottes Kind. Ich bin für Gott ganz wichtig.“
Ein Lied, das Gudrun Gabriel vom Kirchentag mitgebracht hatte, übte sie dann mit der Gemeinde ein, wobei Sabine Urbach mit der Geige musikalisch unterstützte.

Beim Verlassen der Kirche waren dann schon die Klänge des Posaunenchores zu hören, der im Pfarrgarten für die musikalische Umrahmung sorgte. Hier traten dann nach und nach die anderen Chöre der Pfarrei Queck mit musikalischen Beiträgen auf. Es sagen der ChoRimOhr Rimbach, der gemischte Chor Sandlofs, MGV Queck und Singkreis Queck. Während der ChoRimOhr seine Beiträge vortrug, begann es zu regnen. Die Sängerinnen und Sänger blieben standhaft und brachten ihre Beiträge zu Ende. Der Posaunenchor hatte mit einem schnell aufgestellten Zeltpavillon vorgesorgt. Aber als der Pavillon aufgebaut war, hörte es auch schon wieder auf zu regnen. Viele empfangen den Regenschauer als willkommene Abkühlung und versorgten sich während des Schauers im Gemeinderaum mit Kaffee und Kuchen. Nach diesem einen Schauer kam die Sonne wieder hervor und das Fest konnte wie geplant gefeiert werden.

Besonderer Aufmerksamkeit widmeten die Besucher der Luther-Rallye, die rund um die Kirche aus elf Stationen stand. Situationen aus dem Leben Martin Luthers wurden verbunden mit Geschicklichkeits- und Denkaufgaben. Zur Teilnahme am Spiel mussten sich „vierköpfige Familien“ zusammenfinden. Das konnten wirkliche Familien sein oder junge und ältere Gemeindeglieder, die sich spontan zu einer Familie zusammenschlossen. Dann galt es durch einen „Bergwerkstunnel“ zu robben, denn Luthers Vater war ja Unternehmer im Bergbau. Jedes Familienmitglied musste vier Nägel in einen Holzbalken schlagen, denn an dieser Station wurde an Luthers Thesenanschlag erinnert. Eine Treppe an der Kirche musste knieend bewältigt werden, zur Zeit Luthers eine Aufgabe für die man Ablass der Sündenstrafe bekam. An einer weiteren Station mussten die Namen der sechs Kinder Martin Luthers erpuzzelt und anhand der Geburtsdaten in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Des Weiteren mussten zwölf Bilder aus dem Leben Luther chronologisch richtig angeordnet werden, was ein Lösungswort ergab, das auf dem Laufzettel vermerkt werden musste. Zwei weitere Stationen bestanden darin, in der Bibel den 23. Psalm aufzuschlagen und den vierten Vers aufzuschreiben sowie dann das wichtigste Lied Martin Luthers nach Titel und Erscheinungsjahr zu benennen.

Vierzehn Familien haben ihre Laufzettel schließlich abgegeben, während andere nur einzelne Stationen aus Spaß besuchten. Aus den vierzehn Familien, die ihre Laufzettel abgegeben hatten, wurden schließlich fünf ausgelost und mit Preisen ausgezeichnet. Als Preise gab es pro Familie einen Playmobil-Luther, zwei Luther-Kugelschreiber und vier Luther-Lutscher. Das Lutherjahr hat ja allerlei „Merchandise-Artikel“ mit sich gebracht, nützliche, schöne aber auch viel dummes Zeug. Ob Luther das alles wohl recht wäre?

Das Kindergottesdienst- und Gemeindefest ging am späten Nachmittag zu Ende. Kirchenvorstandsmitglieder, Konfirmanden und viele freiwillige Helfer räumten den Pfarrgarten leer und freuen sich auf das 42. Fest im nächsten Jahr.