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Konfirmandenfreizeiten - frei für neue Erfahrungen

Konfirmandenfreizeiten

Schlossberg Ulrichstein

Chancen für den Konfirmandenunterricht

Im Rahmen des Konfirmandenunterrichts in der Pfarrei Queck fanden in den Jahren 2000 bis 2012 an zwei Wochenenden Konfirmandenfreizeiten statt. Freizeitort war Ulrichstein im Vogelsberg. Die erste Freizeit veranstalten wir im September zusammen mit den Kindergottesdienstkindern. Ziel dieser ersten Freizeit ist das bessere Kennenlernen der Konfirmanden untereinander.
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Eine zweite Freizeit, an der die Konfirmanden dann allein teilnehmen, dient dazu, den Vorstellungsgottesdienst am Ende des Unterrichtsjahres vorzubereiten.

Leider wurde das Freizeitheim in Ulrichstein von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zum Ende des Jahres 2012 aufgegeben, so dass wir uns ab 2013 eine neue Unterkunft suchen mußten. Die Konfirmandenfreizeiten finden seitdem in der Jugendherberge auf dem Hoherodskopf statt.

Bilder und Berichte von Konfirmandenfreizeiten

Konfirmandenfreizeit 2017 Konfirmandenfreizeit: Die sieben Weltwunder Konfirmanden bereiteten auf dem Hoherodskopf ihren Vo...

Konfirmandenfreizeit 2016 auf dem Hoherodskop zum Thema "Die Säule meines Lebens". Jeder Konfirmand gestaltete eine Litfaßsäule mit Plakaten zu seinem Leben. Der 200. Geburtstag von Ernst Litfaß gab den Anschub zu dieser Gestaltung der Vorstellung. Was haben Taufe und Abendmhal für den Lebensweg zu bedeuten?

Konfirmandenfreizeit 2015 in der Jugendherberge auf dem Hoherodskopf. Die Konfirmanden arbeiteten zum Thema "smARTphONE, meine Apps und ICH" das auch über dem Vorstellungsgottesdienst steht. Wir haben kunstvoll unsere Handys mit Pinsel und Farbe gemallt und zehn Gebote für den sicheren Umgang mit Handy und Internet erstellt.

Konfirmandenfreizeit 2014 zum Thema "Leben in einer Schactel - oder?" Die Konfirmanden bastelten "Lebensschachteln", in denen sie ihre Wünsche und Vorstellungen vom Leben darstellten. Der Film "Leben in einer Schachtel" wurde analysiert und ausgewertet. Weiter wurde gefragt, wie der Glaube Farbe in unser Leben bringt.

Konfirmandenfreizeit 2013 zum Thema "Taufe. Die Konfirmanden hatten bereits vor der Freizeit nach dem richtigen Taufwasser gesucht. Dies war nach vielen Jahrzehnten in Ulrichstein die erste Freizeit auf dem Hoherodskopf.

Konfirmandenfreizeit 2012 mit dem Thema: "Die zehn Gebote in meinem Leben". Anhand der "Zehn Gebote-Tafel" von Lukas Cranach in Wittenberg erschließen wir die Gebote und übersetzen sie mit Fotos und Collagen in unsere Zeit,

Konfirmandenfreizeit 2011 zur Vorbereitungs des Vorstellungsgottes-dienstes mit dem Thema: "Meine Träume vom Leben: Nichts ist unmöglich." Für den Gottesdienst fertigten die Konfirmanden in Anlehnung an die dreidimensionalen Bildkästen des Künstlers Volker Kühn eigene Bildkästen an.Alle Kästen und Texte präsentieren wir hier.

Konfirmandenfreizeit 2010 zum Thema "SPHAERA - meine Welt und mein Glaube. Ausgehend von der Skulptur Sphaera des Künstlers Stephan Balkenhol haben sich die Konfirmanden Gedanken gemacht zur Bedeutung des Glaubens in ihrer Welt. Was trägt uns? Wo finden wir Halt in schwieriegen Situationen?

Konfirmandenfreizeit 2009 zum Thema: ICH und meine evangelische Kirche. Die Konfirmanden sammelten Informationen zur Geschichte ihrer Kirchen und präsentierten ihre Ergebnisse als "Liebeserklärung" in einer power-point-Präsentation.

Konfirmandenfreizeit 2008 zum Thema: "Zehn Gebote und ein Herz". Wie können wir mit unserem Herzen die Gebote erfassen? Was ich tun kann mit meinen Händen, meinen Füßen, meinem Kopf. Wie und wodurch helfen uns die Gebote?

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Der Begriff "Freizeit"

Jugendheim Ulrichstein

Der Begriff "Freizeit" kommt aus der evangelischen Jugendarbeit. Freizeiten sollen eine Zeit sein, in der Jugendliche frei sein können von den vielen Pflichten und Einflüssen des Alltags. Die Freizeiten wollen aber keine leere und unausgefüllte Zeit sein. Sie sollen vielmehr Freiraum schaffen für Erlebnisse in der Gemeinschaft. Freiraum aber auch für neue, andere und bessere Gedanken, Freiraum für das Wort Gottes.

Unsere Konfirmandenfreizeiten nehmen dieses wichtige Anliegen der evangelischen Jugendarbeit auf. Die Konfirmandenfreizeiten verbinden Freiräume mit freier Zeit.

Das Jugendheim Ulrichstein

Beim Volleyballspiel

"Freie Zeit" ist die Zeit, die die Konfirmanden selbst gestalten können. Das Jugendheim in Ulrichstein, in dem seit Jahrzehnten die Konfirmandenfreizeiten stattfanden, bot mit seinen vielen Räumen hervorragende Voraussetzungen. Eine Tischtennisplatte war ebenso vorhanden wie kleine Gruppenräume und ein Volleyballnetz. Darüber hinaus hat Ulrichstein mit seinem Bergschloss Interessantes zu bieten. In der "freien Zeit" fanden sich die Jungen und Mädchen in kleinen Gruppen zusammen. So kam es zu einem besseren Kennenlernen der einzelnen Gruppenmitglieder, was während der Unterrichtssituation in Queck so kaum möglich ist.

Themen werden kreativ erarbeitet

Kreatives Gestalten

Der größere Anteil der Freizeit dient aber der Erarbeitung eines Themas. Auch hier kann von einem gewissen "Freiraum" gesprochen werden. Dadurch, dass auf einer mehrtägigen Konfirmandenfreizeit die enge zeitliche und räumliche Begrenzung einer normalen Unterrichtsstunde entfällt, können vielfältigere Möglichkeiten genutzt werden, um ein Thema zu behandeln. Themenzugänge können spielerisch erschlossen und gestaltet werden. Es ist Zeit zum Basteln, Malen und anderen kreativen Gestaltungsmöglichkeiten. In der Regel nehmen die Konfirmanden dieses Angebot gerne wahr und erstellen interessante Materialien, die meistens in die Gottesdienste unserer Gemeinde eingebracht werden.

Lernimpulse vor Ort

Grabstein von Max Fröhlich

Fast nebenbei bot Ulrichstein zwei Besonderheiten, die starke Lernimpulse geben. Ulrichstein hat einen 1.547 qm großen jüdischen Friedhof, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt worden ist. Der Friedhof ist in gutem Zustand. Rund 50 Grabsteine mit hebräischen und deutschen Inschriften konfrontieren die Jugendlichen mit der jüngeren deutschen Geschichte. Einer der Grabsteine erinnert an Moritz Fröhlich, der am Tage seiner Konfirmation (Bar-Mizwa-Feier) im Alter von 13 Jahren gestorben ist. Die Betrachtung dieses Grabmals löst Betroffenheit aus.

Gedenkstein "Siebenjähriger Krieg"

Auf dem Schlossberg befinden sich zwei Gedenkstätten nebeneinander. Eine Gedenktafel erinnert an 20 gefallene hessische Grenadiere, die bei der Erstürmung des Ulrichsteiner Bergschlosses im Siebenjährigen Krieg "Wunder an Tapferkeit vollbracht" haben. So haben unsere Vorfahren vom Krieg gesprochen. Die wirklichen Auswirkungen von Kriegen werden den Jugendlichen deutlich vor Augen geführt, wenn sie das große Gräberfeld mit Kriegstoten des Zweiten Weltkrieges betreten. Soldaten, Frauen, Kinder und Jugendliche verschiedener Nationalitäten sind auf dieser Kriegsgräberstätte bestattet worden. Auch sogenannte "Fremdarbeiter", die unter den Nationalsozialisten zu Tode geschunden wurden, sind hier beigesetzt. Aus dem Neben- und Gegeneinander dieser beiden Gedenkstätten ergeben sich interessante Impulse für die gemeinsame Gestaltung des Unterrichtes.

Jugendheim Ulrichstein

Konfirmandenfreizeiten bedeuten besonders für den Pfarrer ein Mehr an Arbeit und Aufwand. Aber sie sind für einen gelingenden Konfirmandenunterricht unverzichtbar. Nur so kann innerhalb des viel zu knappen Unterrichtsjahres ein Mindestmaß an Unterrichtsstunden erreicht werden. Durch die Freizeiten kann ein Gruppenklima entstehen, das ein gutes Zusammenarbeiten ermöglicht. Beide Freizeiten sind deshalb fester Bestandteil des Konfirmandenunterrichts in der Pfarrei Queck.