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Der Singkreis Queck wurde 1946 gegründet

Der Quecker Singkreis wird 70 Jahre

Festgottesdienst am Sonntag, den 5. Juni 2016, 18.30 Uhr Kirche Queck

Zur Gründung des „Mädchenchores“, aus dem der heutige Singkreis hervorgegangen ist, kam es durch eine Initiative des damaligen Pfarrers Theodor Dunkenberger und seines Vaters, des Lehrers Adolf Dunkenberger. Adolf Dunkenberger sprach Mädchen im Alter von 14 bis 25 Jahren an, ob sie nicht Lust zum Singen in der Kirche hätten. Ein Chor mit regelmäßigen Übungsstunden und Auftritten in den Gottesdiensten sollte gegründet werden. Viele Quecker Mädchen folgten dem Aufruf und so wurde bereits am 8. April 1946 der Quecker Kirchenchor gegründet. Seit 70 Jahren ist der Singkreis ein wichtiger Träger der Musik im Gemeindeleben, bei Festen und Gottesdiensten.

Der Singkreis im Jubiläumsjahr 2016

Singkreis 2016

Zur Geschichte des Singkreises Queck

In der Pfarrei Queck wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer wieder die schulentlassenen Mädchen zu Chören formiert, die besondere Gottesdienste und Veranstaltungen mit ihren Liedern umrahmten. Zur Gründung des „Mädchenchores“, aus dem der heutige Singkreis hervorgegangen ist, kam es durch eine Initiative des damaligen Pfarrers Theo Dunkenberger und seines Vaters, des Lehrers Adolf Dunkenberger. Adolf Dunkenberger wurde im Oktober 1946 die Lehrerstelle an der Quecker Schule definitiv übertragen.

Mädchen im Alter von 14 bis 25 Jahren wurden angesprochen, ob sie nicht Lust zum Singen in der Kirche hätten. Ein Chor mit regelmäßigen Übungsstunden und Auftritten in den Gottesdiensten sollte gegründet werden. Viele Quecker Mädchen folgten dem Aufruf und so wurde bereits am 8. April 1946 der Quecker Kirchenchor gegründet.

Von den Gründungsmitgliedern singt noch heute Elisabeth Moogk im Chor mit.
Hier mit Ellen Moogk, ihrer Tochter und Dirigentin des Singkreises.

In den ersten Jahren ...

... seines Bestehens fanden die Übungsstunden des Chores im oberen Schulsaal statt. Im Pfarrhaus war kein Platz, denn die Räume waren durch Flüchtlinge belegt. Für die Sängerinnen gab es nur ein Liederbuch. Die Texte und Noten mussten die Chormitglieder auf Zettel oder in ein Heft übertragen, denn es gab ja noch keine Kopierer. Die Melodien übte Lehrer Dunkenberger ein. Damit die Mädchen sie besser lernen konnten, spielte er sie auf der Geige vor.

Nach dem Weggang von Lehrer Dunkenberger übernahm der Quecker Pfarrer Theo Dunkenberger selbst die Leitung des Chores. Bei ihm war es an der Mode, nach der Hälfte der Singstunde eine Zigarettenpause einzulegen, da er ein starker Raucher war. Die Mädchen erhielten dadurch Zeit zum Unterhalten.

Neben vielen traurigen und ernsten Erlebnissen in der Nachkriegszeit, erlebten die Mädchen mit dem Chor auch viel Neues. So machten die Sängerinnen mit Pfarrer Dunkenberger am 19. Juni 1946 ihren ersten Ausflug. Die Fahrt führte sie an den Edersee. Natürlich wurden dafür Brote von zu Hause mitgenommen, weil es ja noch nicht an jeder Ecke ein Lokal oder eine Imbissbude gab. Nach einer Schifffahrt auf dem See ging es zum Eisessen. Das Eis wurde im Glasbecher auf einem Servierteller aufgetragen. Die Mädchen waren bisher nur das Eisessen bei Große Gustav in Schlitz gewöhnt. Dort kam das Eis aus der Maschine in eine Waffeltüte. Die Mädchen diskutieren und kippten dann das Eis auf den Teller und fingen an zu essen. Als sie jedoch bemerkten, dass am Nebentisch einige Damen das Eis ganz fein aus dem Becher aßen, wurde das Eis unter lautem Gelächter zurück in den Becher gekippt und vornehm gelöffelt.

Singkreis von 1953-1988

Als Pfarrer Dunkenberger 1953 die Quecker Gemeinde verließ, dirigierte kurz Herr Thiede aus Rimbach den Chor. Ihm folgte als Dirigent Pfarrer Schwabedissen, der im November 1953 die Nachfolge von Pfarrer Dunkenberger antrat. Da Pfarrer Schwabedissen sehr unmusikalisch war, musste öfters seine Frau Berta mit zu Beerdigungen fahren, um die richtige Melodie anzustimmen. Sie war es auch, die den Mädchenchor weiterführte und den Namen „Singkreis“ prägte, der sich bis heute erhalten hat.
Pfarrer Schwabedissen verließ am Juni 1963 die Pfarrei Queck. Ihm folgte Pfarrer Erich Stepponat im Amt. Er wurde von den Chormitgliedern als sehr streng und genau empfunden. Sehr viel Wert legte der Pfarrer auf das Singen christlicher Choräle. Geübt wurde so lange, bis es klappte und er zufrieden war.

Als am 1. Juni 1976 Pfarrer Klaus Steckenreuter nach Queck kam, änderte sich im Singkreis einiges. Für den neuen Pfarrer gehörten christliche und volkstümliche Lieder gleichberechtigt zusammen. Erstmals nahm der Singkreis zusammen mit den Männern des MGV Queck am Chorkonzert in Schlitz teil. Mit Pfarrer Steckenreuter hat der Singkreis viele schöne Ausflüge unternommen. Gelungen waren besonders die Abschlüsse der Fahrten, denn Pfarrer Steckenreuter war sehr bemüht, "seine Damen“ zu unterhalten und auch geeignete Tanzpartner zu finden.

Chorleiterwechsel 1988

Chorleiterin Ellen Moogk

Der letzte Wechsel vollzog sich 1988, als Pfarrer Steckenreuter krankheitsbedingt die Pfarrstelle verließ. Ellen Moogk hatte auf sein Anraten hin einen Dirigentenlehrgang mitgemacht und konnte so die Leitung des Singkreises übernehmen. Sie erweiterte das Liedgut des Chores um moderne Stücke, so dass der Chor immer im Trend der Zeit ist.

Beim Kindergottesdienst- und Gemeindefest am 29. Juli 2008 wurde Ellen Moogk für ihre 20-jährige Dirigententätigkeit gedankt.

Übungsstunde:
donnerstags, 20.00 Uhr im Gemeinderaum des Pfarrhauses

Der Singkreis Queck im Jubiläumsjahr 2006
v.l.n.r. hintere Reihe stehend: Doris Künstler, Karina Quanz, Petra Tränker, Christel Hintz, Gerda Schmier, Doris Daubert, Annette Happel, Doris Wahl, Eva Schul
mittlere Reihe stehend: Dirigentin Ellen Moogk, Regina Schlitt, Christel Wahl, Maria Moogk, Erika Hinz, Erika Emmerich, Gisela Becker, Helga Liedtke, Petra Bouvain, Inge Walter, Irmgard Pflanz, Andrea Dittner, Erika Lang, Helga Döring,
vordere Reihe sitzend: Waltraud Schmelz, Elisabeth Moogk, Katharina Kreutzer, Katharina Röhm, Elisabeth Wahl, Elfriede Schmidt, Margarethe Emmerich, Ida Lukasch, Katharina Döring, Elvira Quanz