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Über unseren Konfirmandenunterricht


Wer einen Kaufvertrag abschließt, sollte auch das „Kleingedruckte“ gelesen haben, damit es nicht eines Tages zu unliebsamen Überraschungen kommt. Nun lässt sich der Konfirmandenunterricht zwar nur sehr bedingt mit einem Kaufvertrag vergleichen, aber die Anmeldung bringt doch eine Reihe von Verpflichtungen mit sich, die jeden Beteiligten, den Konfirmanden, die Konfirmandin, die Eltern, die Gemeinde und nicht zuletzt auch den unterrichtenden Pfarrer binden.

Deshalb ist es ein Gebot der Fairness, das „Kleingedruckte“ bereits vorab bekannt zu geben. Jeder Beteiligte soll wissen, worauf er sich einlässt. Diese Zeilen sollen dazu beitragen, die eine oder andere Unklarheit im Zusammenhang mit dem Konfirmandenunterricht auszuräumen.

1. Was der Konfirmandenunterricht soll

Sicherlich ist die Zeit von rund 40 Wochen Konfirmandenunterricht zu schade, als dass sie mit Banalitäten verplempert werden kann. Also wollen wir uns bemühen, das knappe Jahr, das für den Konfirmandenunterricht zur Verfügung steht, sinnvoll zu nutzen.

Wer zum Konfirmandenunterricht kommt, ist vor Jahren getauft worden oder überlegt, ob er sich in absehbarer Zeit taufen lassen wird. Damit ist im Grunde schon eine ganz wesentliche Orientierungsmarke gesetzt: Es geht im Konfirmandenunterricht um jeden einzelnen von uns und seine Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinde.

Im Konfirmandenunterricht wollen wir unseren Konfirmanden Zugänge zu unseren Kirchengemeinden vermitteln. Wir wollen ihnen zeigen, wovon und wie Gemeinde "lebt" und sich darstellt, wollen darüber reden, was Christen glauben, wie Christen leben, und versuchen, beides unter "einen Hut" zu bringen.

Also: Einführung in die Gemeinde, Einführung in die Bibel, Einführung in die Grundbegriffe des Glaubens, Einführung in die Grundbegriffe eines Lebens in und aus dem christlichen Glauben, alles das steht auf dem Programm des Konfirmandenunterrichts. Wie weit wir damit im Laufe des Konfirmandenjahres kommen, welchen Grad von Verbindlichkeit und Dichte wir erreichen, hängt dann wesentlich von den Konfirmanden und ihrem eigenen Engagement ab. Praxisfeld für die Bewährung der Lerninhalte ist dabei zuerst das Leben in und mit der Konfirmandengruppe. Je mehr wir bereit sind, miteinander zu fragen und aufeinander zu hören, desto weiter werden wir auf dem Weg kommen, zu dem wir jetzt einladen.

2. Was wir von unseren Konfirmanden erwarten

Um ehrlich zu sein, eine ganze Menge! Wer nur kommt, weil er muss, und dann seine Zeit absitzt, um endlich am Konfirmationstag „abkassieren“ zu können, ist fehl am Platz.

Was wir erwarten, ist so etwas wie Neugier. Auf jeden Fall aber die Bereitschaft, sich auf Dinge einzulassen, mit denen man sich bisher vielleicht nur wenig befasst hat.

Unabdingbar ist die regelmäßige Teilnahme an den wöchentlichen Unterrichtsstunden. Während der Zeit des Konfirmandenunterrichts müssen andere Aktivitäten so weit in den Hintergrund treten, dass sie den Unterricht nicht beeinträchtigen. Während der Schulferien findet kein Unterricht statt!

Wir erwarten von unseren Konfirmanden auch die regelmäßige Teilnahme an den sonntäglichen Gottesdiensten. Der Gottesdienst ist das Zentrum der christlichen Gemeinde. Vom Gottesdienst gehen alle Aktivitäten des Gemeindelebens aus und sie führen immer wieder zum Gottesdienst hin. Nicht, dass wir sonntägliche Präsenz verlangen! Aber alle 14 Tage sollten die Konfirmanden zum Gottesdienst in ihrer Gemeinde gehen. Die Konfirmanden in Rimbach, Ober-Wegfurth und Sandlofs sollen immer dann zum Gottesdienst gehen, wenn in ihrem Heimatort Gottesdienst stattfindet. (in der Regel alle 14 Tage) Während der Konfirmandenzeit sollen mindestens 22 Gottesdienste besucht werden. Übrigens fällt es den Konfirmanden erheblich leichter, mit dem Gottesdienst klarzukommen, wenn sie merken, dass sie nicht die einzigen in der Familie ist, die sich da sonntags auf den Weg zur Kirche machen!

Unverzichtbar ist in jedem Fall die Teilnahme an den beiden Konfirmandenfreizeiten. Eine Freizeit findet bald nach dem Beginn des Unterrichtes (in der Regel im September) statt und soll das Klima in der Gruppe positiv beeinflussen. Die zweite Freizeit findet vor dem Vorstellungsgottesdienst gegen Ende des Unterrichtsjahres statt. Angesichts der Kürze der Konfirmandenzeit können wir auf diese Wochenenden nicht verzichten. Bei allem Spiel und Spaß findet dort stets ein wesentlicher Teil des Konfirmandenunterrichts statt!

Schließlich soll nicht verschwiegen werden, dass jedem Konfirmanden nicht nur Zeit, sondern auch ein gewisses Maß an Fleiß und Arbeit abverlangt wird. Wer sich am Konfirmationssonntag die Zugehörigkeit zur Gemeinde bestätigen lassen will, der sollte wenigstens das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis und den einen oder anderen Psalm auswendig können und bereit sein sich z.B. mit der Gottesdienstordnung der Gemeinde oder den Inhalten des Kirchenjahres und des christlichen Festkalenders auseinander zusetzen. Gute Tradition in unserer Kirchengemeinde ist es auch, dass sich die Konfirmanden mit kleineren Diensten (z.B. Verteilung des Gemeindebriefes) in den Kirchengemeinden beteiligen.

3. Wie wir im Konfirmandenunterricht arbeiten

Wir bemühen uns, den 13- oder 14-jährigen gerecht zu werden. Wir wollen sie dort „abholen“, wo sie sind. Durch das Einbeziehen kreativer Gestaltungs- und Arbeitsformen und ganz praktischen Zugängen zu den Lerninhalten wollen wir versuchen, nicht nur über unseren Kopf, sondern auch durch den Gebrauch aller Sinne gemeinsame Einsichten und Erfahrungen zu sammeln. Die Zeiten eines regelrechten Paukunterrichtes sind lange vorbei. Bei allem Ernst und Engagement, das uns der Konfirmandenunterricht abverlangt, darf und soll die Konfirmandenzeit den Konfirmanden und dem Pfarrer auch Spaß machen!

4. Zur Ausrüstung (Unterrichtsmaterialien) gehören: Konfirmandenmappe (wird von der Kirchengemeinde besorgt), eigene Bibel und Gesangbuch

Pierre Bouvain
Pfarrer in der Pfarrei Queck